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Splitter im Hals – Was muss ich machen

Holzstöcke die eben noch als Spielzeug dienten, können schwere Verletzungen auslösen. Auch Insektenstiche im Mundbereich haben für Hunde und Katzen mitunter lebensgefährliche Folgen. Was tun bei einem Fremdkörper im Hals-Rachen-Raum?

  Spitze Stöcke vermeiden

Beim Toben auf der Wiese oder im Wald gehören Stöckchenspiele einfach dazu. Doch Vorsicht: Wenn sich der Hund in vollem Lauf auf den Stock stürzt, kann er sich schnell Splitter einfangen oder sich im schlimmsten Fall den Stock ins Maul rammen. Am besten lassen sich sehr morsche oder weiche Zweige als Spielzeug verwenden oder Stöcke aus Kautschuk oder Gummi.

  Unfälle durch Stöckchen

Die im Maul zurückbleibenden Holzsplitter sollten von einem Tierarzt entfernt werden. Vor allem tief sitzende Stücke müssen meist unter Narkose beseitigt werden. Lose sitzende Holzstückchen können Sie selbst entfernen, wenn der Hund es zulässt. Wenden Sie niemals Gewalt an bei der Entfernung, da Sie Gewebe, Blutgefäße oder Nerven verletzen könnten. Wenn Sie zu lange mit einer Untersuchung warten, entzünden sich die betroffenen Stellen und werden zu eitrigen Infektionen, die sogar zur Blutvergiftung führen können.

  Insektenstiche: Alarmzeichen Schwellung

Auch ein Insektenstich und die dadurch hervorgerufene Schwellung im Kopf-Rachenbereich kann wie ein Fremdkörper wirken. Fahren Sie sofort zum Tierarzt sobald eine solche Schwellung sichtbar ist. Häufig hat der Hund auch Atemprobleme durch die Verengung der Atemwege. Wenn der Insektenstachel noch sichtbar ist, können Sie ihn mit einer Pinzette vorsichtig aus der Haut ziehen. Legen Sie Eisbeutel auf die Stichstelle oder geben Sie dem Hund Speiseeis zu schlecken, damit die Schwellung sich nicht verschlimmert. Um allergische Reaktionen einzudämmen, können Sie dem Hund Kalzium-Trinkampullen eingeben.

  Weitere Symptome für eine Hals-Rachen-Verletzung

  •   übermäßiger Speichelfluss, Blut oder blutiger Schleim tropft aus dem Maul
  •   Würgen, Hustenanfälle
  •   eventuell Atembeschwerden bis hin zu Atemnot
  •   „Grimassen ziehen“ und Leerkauen
  •   Hund meidet den Kontakt, möchte sich nicht anfassen lassen oder sucht speziell die Nähe zum Halter
  •   Maul kann berührungsempfindlich sein
  •   eventuell Schwellungen im Gesicht