Ein eigenes Hundekissen nähen
@ Javier Brosch / Shutterstock

Ein eigenes Hundekissen nähen – so wird’s gemacht!

Ein Hundekissen bietet deinem Hund einen ganz besonderen Ort. Er hat einen eigenen Platz, der nur ihm gehört, wohin er sich zurückziehen und gleichzeitig mit dazugehören kann. Sitzen alle Menschen auf der Couch und unterhalten sich, möchten Hunde gerne dazugehören. Sie halten die Gruppe gerne zusammen und sind sehr soziale Tiere. Daher ist ein Hundekissen der perfekte Ort, den Hund zu integrieren, ohne dass das Tier aufs Sofa geht.

Das Wichtigste auf einen Blick:
  • Die Größe deines Hundekörbchens ist abhängig von der Größe deines Hundes.
  • Du brauchst eine Nähmaschine, Garn, Stoffe sowie eine Schere, einen Bleistift und ein Lineal
  • Diese Anleitung zeigt dir, wie du ein Hundekissen nähen kannst, das aus zwei Komponenten besteht: Einem gepolsterten Rand zum Anlehnen, Kuscheln und für Geborgenheit, und einem inneren Kissen, auf dem der Hund gerne liegt.

Aber ein Hundekissen kann viel mehr sein als ein Sofa für den Hund. Ein Hundekissen ist schlicht und ergreifend gemütlich, also perfekt für faule Tage oder lange Nächte. Dein Haustier wird es dir danken, wenn du ihm ein Hundekissen nähst, das das Hundekörbchen ersetzt oder ergänzt.

Dabei kannst du deine Lieblingsfarben und Stoffe verwenden und etwas ganz einfach selbst machen, was es sonst nur zu hohen Preisen oder in einheitlichen Designs zu kaufen gibt. Im Folgenden erkläre ich dir, wie du ein eigenes Hundekissen nähen kannst. Mit diesem Wissen kannst du das Hundekissen dann nach eigenen Wünschen gestalten.

Die richtige Größe deines eigenen Hundekissens

Hundekissen ist nicht gleich Hundekissen. Ein Chihuahua braucht eine andere Größe und Füllmenge als ein Labrador. Wenn du die Größe deines Hundekissens planst, solltest du darauf achten, dass dein Hund ein gewissen Spielraum im Kissen hat, um sich darin oder darauf auszubreiten und zu strecken.

Je nach dem, wie groß ein Hund ist, braucht dein Tier ein entsprechend großes oder kleines Hundekissen, um sich darauf gut zu entspannen. Bei Hunderassen wie Möpsen, Pekinesen, Malteser Chihuahuas, Pekingnesen oder Shih Tzu, also mit Schulterhöhen bis zu etwa 30 Zentimetern, reicht ein Hundekissen mit einer Grundfläche von 40 x 50 Zentimeter aus.

Ist dein Hund etwas größer, sollte das Hundekissen entsprechend größer werden. Hunderassen wie Bulldoggen, Beagles oder Bassets brauchen wegen ihrer Körpergröße ein Hundekissen mit einer Grundfläche von mindestens 80 x 60 Zentimetern.

Golden Retriever, Bobtails, Labrador Retriever oder andere große Hunderassen brauchen ein deutlich größeres Hundekissen, wenn sie auf ihm die Nächte verbringen sollen. 110 Zentimeter Länge und 80 Zentimeter Breite sollten es schon sein, damit das Tier sich möglichst wohl fühlen kann. Diese Grundfläche entspricht etwa der eines handelsüblichen Standard-Schreibtisches.

Diese Materialien brauchst du

Weißt du, wie groß dein Hundekissten werden soll, kannst du damit beginnen, dir die Materialien zusammenzusuchen. Natürlich brauchst du eine Nähmaschine und Garn, um das Hundekissen zu nähen. Suche dir einen oder zwei Stoffe aus, die idealerweise robust, weich und nicht zu dünn sind.

Außerdem benötigst du ein Lineal, einen Bleistift, eine Stoffschere und Füllwatte für die Polsterung des Kissens. Möchtest du das Kissen regelmäßig waschen und die Füllwatte dafür entnehmen, brauchst du außerdem einen Reißverschluss, um dem Hundekissen einen abnehmbaren Bezug zu verpassen. Das ist bei kleinen Hundekissen, die samt Füllung in die Waschmaschine passen, in der Regel nicht nötig. Aber ein Hundekissen mit über einem Meter Länge sollte einen abnehmbaren Bezug erhalten.

Diese Maße zeichnest du auf den Stoff

Das Hundekissen ist wie folgt aufgebaut: Es gibt eine Grundfläche, die aus Stoff besteht und an deren Rändern Wände nach oben gehen, die wiederum mit Füllwatte gefüttert sind. Dieses Grundgerüst wirkt also ein wenig wie ein gepolsterter Schwimmreifen mit Stoff zwischen den weichen Wänden.

In der gleichen Größe nähst du ein Kissen, das du in dieses Grundgerüst legen kannst. Somit hast du einen gepolsterten Boden und zugleich vier Wände, über die sich der Hund lehnen, an dem er sich anschmiegen oder mit dem er kuscheln kann.

Stoffe kaufst du als laufenden Meter. Meistens haben sie eine feste Breite von etwa 1,50 Metern, sodass du ihn einfach ausrollen und deine Maße aufzeichnen kannst. Hast du dich für ein Hundekissen mit beispielsweise einem Maß von 50 x 60 Zentimetern entschieden, zeichnest du nun mit einem Lineal diese Grundfläche auf deinen Stoff. Gib dem Ganzen eine Nahtzugabe von etwa einem Zentimeter pro Seite.

Diese Form, die Grundfläche, brauchst du in dreifacher Ausführung, zeichnest also drei Mal eine Fläche von 51 x 61 Zentimeter auf. Einmal für das Grundgerüst, und einmal für das Kissen an sich.

Schließlich benötigst du die Wände. Eine Höhe von dreißig bis fünfzig Zentimeter sollte je nach Kissengröße ausreichen. Da du diese Wände später umschlagen und eine Röhre formen möchtest, brauchen die Wände entsprechend ein Grundmuster von etwas weniger als der doppelten Höhe. Mit der Nahtzugabe kommst du mit dem Faktor Zwei hin. Zeichne also zwei Rechtecke für die kurzen Wände und zwei für die langen Wände auf. In unserem Beispiel entspricht das 50 x 40 und 60 x 40 Zentimetern.

Schließlich brauchst du für das innere Kissen Randstreifen, die mit einer Breite von acht bis zehn Zentimetern auskommen.

Das Hundekissen zusammennähen

Endlich kannst du dein eigenes Hundekissen nähen! Schneide die Stoffstücke zurecht und nähe zunächst die Randstücke des inneren Kissens zusammen. An allen Enden zusammengenäht oder von Anfang an als ein langes Randstück abgemessen, bildet es die Grundlage für das innere Kissen. Vernähe den Rand nun mit der Oberseite des Hundekissens. Der Stoff muss dabei immer mit der äußeren Seite nach innen gelegt werden, damit der geschnittene Stoffrand jeweils aufeinandertrifft und so vernäht wird, dass Naht und Stoff sich im Innern des Hundekissens befinden werden. Das Bodenstück des Kissens nähst du nun so an die offene Randkante, bis du drei von vier Seiten befestigt hast.

Jetzt kannst du dich entscheiden, ob du einen Reißverschluss einnähst, oder ob du den Innenteil des Hundekissens so wie er ist in die Waschmaschine bekommst. Möchtest du keinen abnehmbaren Bezug nähen, verschließt du das Kissen bis auf eine Handbreite an der letzten Kante, füllst es mit Füllwatte und schließt es anschließend mit der so genannten Zaubernaht.

Fertig ist das innere Hundekissen! Fehlt noch der bequeme Rahmen, in den du dein Kissen später einlassen kannst.

Bevor du zu nähen beginnst, markiere dir eine Linie auf allen Wandstücken, die so viel Abstand zum Rand hat wie das Randstück des inneren Hundekissens. Sind deine Wandstücke 40 Zentimeter breit und dein Randstück des inneren Kissens acht Zentimeter, trennst du deinen Stoff längs mit dem Bleistift in einen Teil mit acht und in einen Teil mit 32 Zentimetern ein. Vernähe hier wieder zuerst alle Randstücke miteinander, sodass du abwechselnd eine kurze, eine lange, wieder eine kurze und eine lange Wand zusammengenäht hast. Lasse dabei aber das letzte Randstück offen, sodass du einen langen Stoff mit Anfang und Ende hast. Schlage die langen Seiten um und vernähe sie zu einer Röhre auf der gezeichneten Linie. Jetzt nähst du den Boden an die Wandstücke, füllst die Stoffröhre aus und nähst das letzte Randstück an das erste, sodass die Füllwatte im gepolsterten Rand bleibt.

Nun kannst du das innere Kissen in das Grundgerüst stecken und hast ein hochwertiges, mit Liebe und Geschick genähtes und unfassbar gemütliches Hundekissen!

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