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Giftköder-Radar

Häufig ist es schon zu spät: Der Hund hat einen Giftköder gefressen und stirbt noch auf dem Weg zum Tierarzt. Sascha Schoppengerd kennt die Gefahren und möchte Tierhalter für dieses Thema sensibilisieren.
Der Tierarzt hatte keine Chance mehr. Nur 30 Minuten, nachdem der Hund auf dem Spaziergang etwas gefressen hatte, war er tot: ein Giftköder kostete ihn das Leben.

  Augen auf beim Spaziergang

Die  App „Giftköder-Radar“ warnt Hundebesitzer jetzt vor tödlichen Köderfallen. Im Internet oder in Tageszeitungen findet man regelmäßig Nachrichten über Hunde, die durch unvorsichtig ausgelegtes Rattengift der Kommunen oder gewissenlose Tierquäler qualvoll sterben müssen. Häufig sind „Leckerchen“ am Wegesrand mit Nadeln, Rasierklingen oder Gift gespickt. Bei Astrid Müller ereignete sich der Notfall sogar im eigenen Garten. Als sie nach dem Einkaufen zu Hause ankam, lag ihre zwölfjährige Hündin bereits schwer hechelnd auf dem Boden.

Die Golden-Retriever-Hündin hatte beim Spielen im Garten einen Giftköder gefressen. Sie zitterte am ganzen Körper und war sichtlich verwirrt. Sofort benachrichtigte die Hundebesitzerin den Tierarzt und schilderte Bellas Verhalten und Symptome. Der Veterinär bestätigte den Verdacht auf eine Vergiftung nach der Untersuchung des Tieres. Bella kam in diesem Fall noch mit dem Schrecken davon. Andere Hunde haben nicht so viel Glück und verenden auf dem Weg zum Tierarzt oder in die Tierklinik.

  Die App: Giftköder-Radar

Wie kann man seinen Hund vor Giftködern effektiv schützen? Eine Lösung bietet die App Giftköder-Radar, die als mobiles Warnsystem für iPhone und IPod Touch funktioniert. Sie warnt den Hundehalter vor bekannten oder archivierten Giftködern in seiner Umgebung. Dadurch erfährt der Halter rechtzeitig von gefährlichen Gebieten und kann diese beim Spaziergang mit seinem Hund meiden.

Der Besitzer kann zudem eine „Sicherheitszone“ für seinen Hund einrichten. Wenn sich die Gefahrenlage innerhalb dieser Zone ändert, wird der Anwender sofort kostenlos auf seinem Smartphone informiert. Je nach Aufenthaltsort kann die Sicherheitszone auch angepasst werden. Damit warnt die App auch im Urlaub zuverlässig vor gefährlichen Ködern. Weitere Informationen unter:

  Veteri sprach mit GiftköderRadar-Gründer Sascha Schoppengerd:

  •   Veteri: Seit wann gibt es die App?
  •   Sascha Schoppengerd: Die iPhone App gibt es schon seit dem 24. Juni 2011. Etwa 1 Woche später ist die Facebook App hinzugekommen und seit dem 29.07.2011 gibt es den Service auch als kostenloses WordPress Plugin.
  •   Veteri: Wie viele User haben sich die App runtergeladen oder besuchen Ihre Seite?
  •   Sascha Schoppengerd: Bis heute hat die iPhone App mehr als 3.500 Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz und täglich kommen ca. 100 neue Nutzer hinzu. Die Facebookseite unter http://www.facebook.com/GiftkoederRadar wächst durchschnittlich mit 900 neuen Nutzern pro Woche und erfreut sich einer sehr großen Beliebtheit.
  •   Veteri: Wie sind Sie auf die Idee einer solchen App gekommen?
  •   Sascha Schoppengerd: Die Idee zur dieser App ist mir und meiner Frau eigentlich durch die Sendung „hundkatzemaus“ gekommen. Dort wurde kürzlich über die so genannten „Allesfresser-Seminare“ berichtet. In diesem Zusammenhang ging der Beitrag dann auch auf das Thema „Giftköder“ und die damit verbundenen Gefahren ein.Dem Tipp, sich im Internet über solche Giftköder-Fundorte zu informieren, konnte ich persönlich als Hundehalter mit zwei Sibirischen Huskys jedoch nichts abgewinnen. Schließlich möchte man ja nicht vor jedem Spaziergang den Rechner anwerfen, um nach möglichen Gefahren zu suchen. Letztendlich ist dann die Idee entstanden, die modernen Techniken wie das GPS in einem Smartphone für die Lösung des Problems zu nutzen. Denn Dank der genauen Positionsdaten weiß ich immer genau wo ich mich befinde, und so kann das Smartphone den größten Teil der Arbeit für mich übernehmen.Die Vision ist eigentlich, dass der Hundehalter die App einmal auf sein Smartphone lädt, dann seine persönliche Sicherheitszone einrichtet und anschließend die App inklusive Smartphone in der Tasche „verschwinden“ lässt. Ab diesem Zeitpunkt informiert das System ihn vollautomatisch, sobald in seiner Sicherheitszone ein neuer Giftköder gemeldet wird.
  •   Veteri: Werden die Täter gefasst oder bleiben die meisten Fälle ungeklärt?
  •   Sascha Schoppengerd: Leider erwischen die Behörden solch kriminelle Tierhasser sehr, sehr selten.
  •   Veteri: Wo kann man Giftköder zur Untersuchung bringen lassen?
  •   Sascha Schoppengerd: Wenn man einen Giftköder findet, sollte man direkt eine Anzeige bei der Polizei erstatten. Eine andere Möglichkeit ist natürlich, den Köder mit Handschuhen in eine Box oder ähnliches zu legen und dann beim örtlichen Tierarzt oder in der Tierklinik zur Untersuchung abzugeben. Von dort aus wird oftmals das Veterinäramt benachrichtigt.
  •   Veteri: Hat ihr Radar schon einen Hundebesitzer rechtzeitig gewarnt?
  •   Sascha Schoppengerd: Das ist natürlich schwierig zu sagen, denn wie will man das überprüfen? Glaubt man den durchweg positiven Bewertungen im AppStore, dann hat die App mit Sicherheit dem ein oder anderen Hund bereits das Leben gerettet, aber letztendlich ist es in meinen Augen zunächst wichtiger, die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren. Solche tödlichen Fallen werden immer gern in der Nähe von Spielplätzen ausgelegt und dort sind neben unseren Fellnasen auch unsere Kinder in massiver Gefahr!
  •   Veteri: Vielen Dank für das Gespräch!
  • Hier eine Bewertung im AppStore: „Die App ist klasse. Einfach nur toll. Es ist traurig, dass man so etwas überhaupt herstellen muss, aber trotzdem sehr praktisch. Giftköder Radar hat meinem Hund schon drei Mal das Leben gerettet. Ich würde gerne mehr als fünf Sterne geben!“

  •   http://www.giftkoeder-radar.com/