Abschied für immer: das hilft beim Tod deines Haustieres
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Abschied für immer: das hilft beim Tod deines Haustieres

Man mag im Alltag meist gar nicht so genau darüber nachdenken. Doch kein Haustier lebt ewig. Irgendwann kommt daher das Unvermeidliche und das Leben des geliebten Vierbeiners neigt sich dem Ende zu.

Für betroffene Halter ist diese Situation natürlich äußerst schmerzhaft. Schließlich sind Haustiere in aller Regel keine normalen Tiere, sondern vielmehr gute Freunde und treue Begleiter in allen Lebenslagen.

Im Folgenden möchten wir dir daher etwas helfen und dir zeigen, wie du mit deiner Trauer umgehen kannst und über den Tod deines Haustieres hinwegkommst.

Das Wichtigste auf einen Blick:
  • Trauer gehört beim Tod eines geliebten Haustieres dazu und sollte deshalb auch unbedingt zugelassen werden.
  • Ein würdevolles Begräbnis erleichtert den Abschied und kann einen wichtigen Beitrag zur Trauerbewältigung leisten.
  • Die Erinnerung an den verstorbenen vierbeinigen Freund kann auf verschiedene Weise aufrecht erhalten werden.
  • Gespräche mit Freunden sind nach dem Tod eines Haustieres sehr wichtig und helfen dabei, den Verlust zu verarbeiten.
  • Nach einer angemessenen Zeit, die individuell unterschiedlich lang sein kann, spricht nichts gegen ein neues Haustier.

Trauer ist beim Tod eines Haustieres ganz normal

Wenn ein Haustier stirbt, ist das wohl für jeden Halter eine einschneidende Erfahrung. Immerhin hat dich der Vierbeiner vermutlich über viele Jahre begleitet und ihr habt mit Sicherheit einiges zusammen erlebt. Gerade Hunde und Katzen entwickeln sich im Laufe der Zeit oftmals zu einem vollwertigen Familienmitglied, das im Alltag seiner menschlichen Partner einen wichtigen Platz einnimmt.

Aus diesem Grund ist es mehr als verständlich, wenn dir der Tod deines Haustieres nahe geht und du unter deinem Verlust leidest. Leider verstehen das viele Menschen, die noch nicht in einer vergleichbaren Situation waren, nicht und begegnen der Trauer von Tierhaltern oft mit großer Skepsis.

Das kann durchaus frustrierend sein und eine zusätzliche Belastung darstellen. Dennoch solltest du dir stets darüber im Klaren sein, dass Trauer nach dem Tod eines geliebten Haustieres etwas vollkommen Normales ist.

Du musst dich weder dafür schämen noch versuchen, dich gegenüber verständnislosen Bekannten oder Arbeitskollegen zu erklären. Zu trauern ist dein gutes Recht und wichtig, um deinen Verlust zu verarbeiten. Lasse dir daher von niemandem etwas anderes erzählen und gib deinen Gefühlen den notwendigen Raum.

Ein Begräbnis kann beim Tod des Haustieres helfen

Ein würdevolles Begräbnis, beziehungsweise eine Trauerfeier kann ein wichtiger erster Schritt bei der Bewältigung der Trauer sein. Schließlich ist es etwas vollkommen anderes, wenn das Haustier nach dem Tod richtig bestattet wird, anstatt es einfach in einer Tierverwertungsanstalt beseitigen zu lassen.

Achte in diesem Zusammenhang jedoch darauf, welche gesetzlichen Bestimmungen du bei der Bestattung deines Haustieres einhalten musst. Sofern du einen eigenen Garten hast und dieser sich nicht gerade in einem Wasserschutzgebiet befindet, bietet sich es sich natürlich an, den Vierbeiner dort zu beerdigen.

Alternativ hast du die Möglichkeit, die Dienste eines Tierkrematoriums in Anspruch zu nehmen oder dein Haustier auf einem öffentlichen Tierfriedhof zu bestatten. In beiden Fällen wirst du, wenn du es wünscht von geschulten Personal auf sanfte Weise begleitet. Urne und Grab können individuell gestaltet werden. Die Kosten sind dabei sehr variabel.

Behalte dein Haustier nach dem Tod in Erinnerung

Selbstverständlich darfst du dich nach dem Tod deines Haustieres auch weiterhin an eure gemeinsame Zeit erinnern. Bewahre das Andenken an deinen Vierbeiner zum Beispiel, indem du ein Album mit Fotos von euch zusammenstellst oder ein schönes Bild rahmst und aufhängst.

Schließlich habt ihr mit Sicherheit einiges miteinander erlebt. Es gibt daher keinen Grund, warum du deinen vierbeinigen Freund nun komplett aus deinen Gedanken streichen solltest.

Einige Halter gehen nach dem Tod ihres Haustieres sogar noch einen Schritt weiter und lassen sich den Namen oder gar ein Portrait der Fellnase tätowieren. Das ist jedoch gewiss nicht jedermanns Sache und will natürlich gut überlegt sein.

Gespräche sind auch beim Tod eines Haustieres unverzichtbar

Was für den Tod eines geliebten Menschen gilt, gilt in der Regel auch für den Tod eines Haustieres. Niemand ist ohne weiteres dazu in der Lage, den Verlust zu verarbeiten, ohne über seine Trauer zu sprechen.

Suche dir deshalb unbedingt einen Freund oder ein Familienmitglied, dem du dich mitteilen kannst. Vielleicht hast du in deinem Bekanntenkreis sogar jemanden, der bereits in der gleichen Situation war und der deine Gefühle deshalb besonders gut versteht.

Du wirst überrascht sein, wie hilfreich es ist, seine Trauer in Worte zu fassen und seine Gedanken hinsichtlich des Todes eines Haustieres auszusprechen.

Wann ist die Zeit für ein neues Haustier gekommen?

So schwer die Anfangszeit auch sein mag, wirst du den Tod deines Haustieres irgendwann akzeptiert und weitgehend überwunden haben. Vielleicht kommt dann in dir der Wunsch nach einem neuen Vierbeiner auf.

Wenn du das Gefühl hast, dass die richtige Zeit für einen Nachfolger gekommen ist, ist das selbstverständlich nichts Verwerfliches. Schließlich kannst du deinen Verlust nicht für den Rest deines Lebens betrauern. Zudem kann dir die Verantwortung für ein neues Haustier sogar dabei helfen, den Tod des Vorgängers leichter zu überwinden.