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Zahnprobleme bei Katzen

Was bei Menschen zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist, sollte bei Tieren keine Ausnahme bleiben. Regelmäßiges Begutachten der Zähne reduziert das Auftreten von schwerwiegenden Problemen.

Bei einer Katze sind die Anzeichen für Zahnprobleme leicht zu deuten. Unangenehmer Mundgeruch, verbunden mit Fressunlust zeigt an, dass die Katze unter Schmerzen leidet. Sofortiges Handeln ist angesagt, damit das Tier keine Zähne verlieren muss. Sind bereits Zahnfleischentzündungen vorhanden, könnten unter ungünstigen Bedingungen innere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden. Studien, die diesbezüglich durchgeführt wurden, weisen darauf hin, dass es direkte Zusammenhänge zwischen Zahnproblemen und anderen Krankheiten bei Katzen gibt.

Deshalb ist es wichtig, so schnell wie möglich einen Tierarzt zu konsultieren. Zahnbeläge und Karies müssen beseitigt und schwerer geschädigte Zähne entfernt werden. Zur Extraktion der Zähne und Behandlung von Belägen und Karies muss die Katze sediert werden. Da sehr viele Katzen unter Zahnproblemen leiden, ist das für den Tierarzt zwar tägliche Routine, für die Tiere selbst bedeutet es jedoch Stress.

Was kann getan werden, damit Zahnprobleme so selten wie möglich auftreten?

Katzen in der freien Natur fangen Vögel und Mäuse. Um diese zu fressen, müssen die Katzen sie zerlegen und dabei kräftig kauen. Das massiert das Zahnfleisch, reinigt die Zähne und verhindert den massiven Zahnbelag. Das tägliche Fressen von Fertigfutter unterstützt dies nicht. Denn nasses Fertigfutter wird meist unzerkaut oder mit nur wenig Kauen verschlungen. Die Inhaltsstoffe setzen sich auf den Zähnen fest und bilden Zahnstein und Zahnfleischentzündungen.

Trockenfutter führt auch zu keinem größeren Abrieb von Zahnbelägen. Denn mit wenigen Kaubewegungen wird auch dieses Futter schnell vom Tier hinunter geschluckt. Allerdings kann Zähneputzen zur Vorbeugung gegen Zahnprobleme beitragen. Hilfe bringt auch hier der Tierarzt, der um Rat bezüglich Zahnbürsten und Zahnpasta gefragt werden kann. Zahnpasta für Menschen zu benutzen ist nicht zu empfehlen, da diese Inhaltsstoffe enthalten kann, die gesundheitsschädlich für Katzen sind.

Zusätzlich zum Zähneputzen können Futterzusätze gegeben werden, die Bildung von Plaque begrenzen. Vorschläge hierfür von Katzenfreunden sind getrocknete Rinderlunge und Muskelfleisch vom Rind. Als Ergänzung kann auch unter ärztlicher Anleitung Vitamin C verabreicht werden, was zum Aufbau von gesundem Zahnfleisch und Bindegewebe beiträgt.

Ist erst einmal eine Zahnfleischentzündung aufgetreten, kann die konventionelle Behandlungsmethode mit Tabletten vom Tierarzt Hilfe bringen. Darüber hinaus bietet auch eine alternative homöopathische Behandlung eine Möglichkeit zur Linderung und Heilung. Die Medikation sollte auf jeden Fall mit einem Fachmann abgestimmt sein.