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Katzenmafia – italienisches Märchen oder deutsche Wirklichkeit?

Der Fall des Diebstahls zahlreicher Katzen aus einem Frankfurter Tierheim lies seinerzeit die Gemüter aufkochen und die Diskussion um eine angebliche Katzenmafia in Deutschland entbrennen.

  Chip und Halsband

Viele Katzenhalter nutzen bereits nicht nur für Reisen ins Ausland Halsband und Chip, um ihren Schmusetiger im Falle eines Verschwindens möglichst bald gesund und munter wiederzusehen. Doch kommt das Tier gar nicht mehr zurück zum Besitzer – stecken hinter dem Verschwinden dann wirklich professionelle Tierfänger, um die Vierbeiner an Versuchslabore zu verkaufen oder Profit aus dem weichen Fell zu schlagen? Die Meinungen gehen hier weit auseinander, und während viele Haustierbesitzer sich sicher über das Vorhandensein einer solchen Tiermafia einig sind, bezweifeln hingegen etliche ehrenamtliche Tierschützer, dass eine organisierte Bande hier ihr Unwesen treibt. Verdachtsmomente und eingeleitete Untersuchungen haben bislang im gesamten Bundesgebiet zumindest zu noch keiner Überführung mutmaßlicher Täter beitragen können.

  Täglich verschwinden Tiere

Fest steht nichtsdestotrotz: Täglich verschwinden Tiere spurlos von Haus und Hof, die Gesamtzahl beläuft sich im jährlichen Durchschnitt auf mehrere Hunderttausend. Und ob diese allesamt einfach nicht mehr den Weg zurück zum Herrchen finden wollen oder können, ist mehr als fraglich. Normalerweise verfügen Katzen über einen ausgezeichneten Orientierungssinn – Geschichten von den Vierbeinern, die kilometerlange Strecken zurückgelegt haben, um es sich endlich wieder am heimischen gut gehen lassen und sich dem geliebten Katzenspielzeug widmen zu können, sind keine Einzelfälle. Und wer eine Katze als Haustier halten  möchte, der muss eigentlich nicht in einen Tierschutzverein einbrechen, um sein Vorhaben umzusetzen.

  Zweifel bleiben

Die Zweifel bleiben, die Meinungsverschiedenheiten ebenfalls: Bis nicht der Beweis in eine der beiden Richtungen angetreten werden kann, muss sich auf Annahmen gestützt werden. Vielleicht hat hier der Frankfurter Vorfall ja auch etwas Gutes: Einer der Einbrecher scheint sich verletzt und Blut auf dem Grundstück verloren zu haben.  Sollte die DNA-Spur zum Täter führen, erhalten wir im besten Falle Auskunft über das Wie und Warum.