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Vorsorge für die Katze

Auch wenn sie angeblich sieben Leben haben: Auch Katzen können krank werden. Damit dies nicht passiert, sollte die Katze regelmäßig untersucht werden. Doch welche Vorsorgeuntersuchungen gibt es? Und welche Termine sollten regelmäßig beim Tierarzt wahrgenommen werden?

  Vorsorge fängt zu Hause an!

  •   Mit einem einfachen Gesundheitscheck können frühzeitige Anzeichen einer Krankheiten bei der Katze erkannt werden. Der Gesundheitscheck sollte – wenn möglich – einmal pro Woche durchgeführt werden. Dabei ganz genau Augen, Nase, Ohren, Fell und Krallen der Katze auf Veränderungen untersuchen. Verklebte Augen, Nasenausfluss, Gewichtsverlust oder stumpfes Fell können Anzeichen für eine Erkrankung sein.
  •   Regelmäßige Pflegemaßnahmen von Fell, Krallen und Zähnen schützen die Katze vor Parasiten und gefährlichen Infektionskrankheiten, die z.B. durch Zecken oder Flöhe übertragen werden können. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung dient als Grundlage für ein langes, gesundes Katzenleben und stabilisiert das Immunsystem.

  In jeder Lebenslage: Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt

  •   Ab einem Alter von acht Wochen sollten Katzen einmal pro Jahr zu einer Vorsorgeuntersuchung zum Tierarzt gebracht werden. Je älter die Katze, desto wichtiger ist es, das Tier regelmäßig vom Tierarzt untersuchen zu lassen. Katzen zählen ab einem Alter von sieben Jahren zu den „Senioren“. Bei Katzen gibt es eine Reihe typischer „Alterserkrankungen“, wie beispielsweise Niereninsuffizienz oder Schilddrüsenüberfunktion.
  •   Oftmals werden diese Beschwerden erst entdeckt, wenn sich die Krankheit schon in einem fortgeschrittenen Stadium befindet. Ist das Tier bereits erkrankt, erschwert dies die Therapie. Deshalb: Regelmäßig mit der Katze zur Vorsorgeuntersuchung gehen! Nur so können Erkrankungen schon im Frühstadium erkannt und erfolgreich therapiert werden. Lassen Sie sich am besten von Ihrem Tierarzt beraten, welche Kontrolluntersuchungen für Ihr Tier – je nach Alter und Rase der Katze – besonders wichtig sind.
  •   Mit zunehmenden Alter Ihres Tieres sind umfassendere Untersuchungen zu empfehlen.

  Die Vorsorgeuntersuchung im Detail: Was genau wird untersucht?

  •   Bei der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen werden zunächst äußere Veränderungen wie z. B. der Zustand des Katzenfelles betrachtet. Veränderungen im Fressverhalten und Verhaltensauffälligkeiten bitte unbedingt dem Tierarzt mitteilen! Um den allgemeinen Gesundheitszustand der Katze feststellen zu können, werden die folgenden Untersuchungen durchgeführt:
    •   Körperliche Untersuchung (äußere Auffälligkeiten)
    •   Orthopädische Untersuchung (Untersuchung der Wirbelsäule, bei Bedarf mit Röntgen)
    •   Blutabnahme
    •   Harn- und gegebenenfalls auch Kotuntersuchung
    •   Gewichtskontrolle (Über- und Untergewicht kann Auslöser aber auch Symptom für verschiedene Krankheiten sein)
  •   Liegen alle Befunde vor, werden die Ergebnisse von dem Tierarzt erläutert und bei Bedarf die optimale, individuelle Therapie verordnet. Wichtig: Für viele Untersuchungen muss die Katze nüchtern sein. Das heißt, am Tag der Untersuchung das Tier nicht füttern! Nur Wasser ist erlaubt.

  •   Empfohlene Intervalle von Vorsorgeuntersuchungen

    Katzen ab einem Alter von Intervall
    alle Rassen 8 Wochen jährlich
    Langhaarkatzen 8 Jahre halbjährlich
    alle Rassen 10 Jahre halbjährlich

      Nicht vergessen: Regelmäßige Wurmkuren!

    •   Zur Vorsorge gehören auch regelmäßige Wurmkuren der Katze. Besonders Freigänger stecken sich leicht mit Spul-, Haken- und Bandwürmern an. Bei Kitten können diese Parasiten bereits über die Muttermilch weitergegeben werden. Deshalb: Besonders Jungtiere regelmäßig entwurmen! Kotuntersuchungen beim Tierarzt geben Aufschluss darüber, ob Wurmeier im Kot der Katze vorhanden sind.

      Unbedingt einhalten: Impftermine!

    •   Zum Schutz vor tödlichen Krankheiten sollten Katzen schon im Welpenalter geimpft werden. Die erste Impfung erhalten die Jungtiere meist in der achten Woche gegen Katzenseuche, Katzenschnupfenund Tollwut. Um eine ausreichende Grundimmunisierung zu erreichen, müssen die Impfungen bis zum 15. Lebensmonat wiederholt werden. Danach sind Wiederholungsimpfungen – je nach Krankheit und Impfstoff – alle zwei bis drei Jahre nötig.
    •   Gefährdete Katzen, darunter Katzen in Tierpensionen, freilaufende Tiere sowie Rassekatzen, die regelmäßig an Zuchtausstellungen teilnehmen, sollten auch gegen Leukose und die ansteckende Bauchwassersucht (FIP) geimpft werden. Bei der Leukose sind für die Grundimmunisierung ab der achten Lebenswoche zwei Impfungen im Abstand von drei bis vier Wochen notwendig, Danach erfolgen alljährliche Wiederholungsimpfungen.
    •   Wichtig: Vor der Impfung Katzen mit unbekannten Immunstatus unbedingt auf das Leukose-Virus testen!
    •   Ist die Katze positiv, kann sie nicht mehr geimpft werden! Bei der ansteckende Bauchwassersucht (FIP) wird der Impfstoff intranasal, also durch die Nase, verabreicht. Die Grundimmunisierung erfolgt ab der 16. Lebenswoche. Danach ist eine jährliche Wiederholungsimpfung ratsam.
    •   Vorsicht: Trotz vorliegender Impfung kann es zum Ausbruch der Krankheit kommen!

      Immer mit dabei: Der EU-Heimtierausweis!

    •   Alle Impfungen, Gesundheitsbescheinigungen und Vorsorgeuntersuchungen werden in den EU-Heimtierausweis der Katze eingetragen. Der Ausweis ist seit 01. Juli 2011 Pflicht – ohne ihn kann die Katze nicht ins Ausland reisen! Die Katze muss auch mit einem Mikrochip markiert sein. Der Chip enthält alle wichtigen Daten der Katze und die Registrierung kann beim Auffinden eines entlaufenen Tieres behilflich sein.