Ägyptische Katze

Bei der Ägyptischen Katze handelt es sich um eine natürliche Rasse, deren Wurzeln in Ägypten liegen. Sie wird auch als Ägyptische Mau bezeichnet und in den USA seit den 1950er Jahren gezielt gezüchtet.

Die schlanken Tiere gelten als intelligent, anhänglich und menschenbezogen. Wer sich für die Haltung einer Ägyptischen Katze entscheidet, sollte daher in jedem Fall genug Zeit für den vierbeinigen Mitbewohner mitbringen.

Das Wichtigste auf einen Blick:
  • Name: Ägyptische Katze oder Ägyptische Mau
  • Lebenserwartung: 14 – 16 Jahre
  • Herkunft: Ägypten
  • Größe: mittelgroß
  • Gewicht: Katzen circa 3 kg, Kater circa 4 kg
  • Fell: kurz mit rassetypischen Tupfen
  • Wesen: intelligent, verspielt, freundlich, lebhaft, neugierig

Herkunft und Geschichte der Ägyptischen Katze

Der Ursprung der Ägyptischen Katze liegt, wie ihr Name schon vermuten lässt, in Ägypten. Ihre genaue Herkunft ist zwar unklar. Sie soll jedoch von den Katzen der Pharaonen abstammen und taucht auch auf verschiedenen historischen Wandmalereien auf.

Im Jahr 1952 soll die Exilrussin Nathalie Troubetzkoy ein Exemplar der Ägyptischen Mau beim syrischen Botschafter in Italien entdeckt haben und sofort von dem charakteristischen Muster ihres Fells begeistert gewesen sein.

Aus diesem Grund nahm sie einige Tiere mit in die USA, wo sie in den späten 1950er Jahren mit der gezielten Zucht der Ägyptischen Katze begann. In Europa ist die im Jahr 1992 von der FIFé anerkannte Rasse nach wie vor recht selten.

Beschreibung der Ägyptischen Katze

Die Ägyptische Mau hat einen schlanken, hochbeinigen Körperbau, ist aber trotz ihres eher zierlichen Erscheinungsbildes gut bemuskelt. Ihr mittellanger Schwanz verfügt über eine leicht abgerundete Spitze.

Der Kopf der Ägyptischen Katze weist eine charakteristische dreieckige Form auf, die optisch durch Form und Sitz der mittelgroßen bis großen Ohren noch zusätzlich verstärkt wird. Bei Jungtieren sind die großen mandelförmigen Augen bernsteinfarben und bei erwachsenen Tieren grün.

Das kurze Fell der Ägyptischen Mau ist fein, dicht anliegend und seidig. Es zählt aufgrund seines getupften Musters zu den auffälligsten äußerlichen Merkmalen dieser Rasse und darf drei unterschiedliche Farbkombinationen haben.

Folgende Fellfärbungen sind bei der Ägyptischen Katze erlaubt: [gap]
  • Braun mit dunkelbraunen bis schwarzen Tupfen (black-tabby-spotted)
  • Silber mit schwarzen Tupfen (black-silver-tabby-spotted)
  • Rauchfarbenes Unterfell mit schwarzen Tupfen (black-smoke)

Wesen der Ägyptischen Katze

Gegenüber ihren Besitzern erweist sich die Ägyptische Mau als ausgesprochen verschmust und anhänglich. Sie gilt im Allgemeinen als sehr menschenbezogen und fordert die Aufmerksamkeit ihrer Halter mitunter auch mit einigem Nachdruck ein.

Zudem handelt es sich bei Ägyptischen Katzen um intelligente Tiere, die auch im Alter noch sehr verspielt sind. Trotz ihres sensiblen Wesens ist die Ägyptische Mau sehr aktiv und hat einen hohen Bewegungsdrang.

Fremden gegenüber verhält sie sich meist eher scheu und zurückhaltend. Dies kann jedoch von Tier zu Tier unterschiedlich sein und muss daher nicht bei jeder Ägyptischen Katze der Realität entsprechen.

Haltung von Ägyptischen Katzen

Die Haltung einer Ägyptischen Mau ist mit einem recht hohen Zeitaufwand verbunden. Denn für die anhänglichen Vierbeiner ist es wichtig, ausreichend Aufmerksamkeit zu bekommen sowie gefördert und gefordert zu werden. Zu diesem Zweck eignen sich zum Beispiel Intelligenzspielzeuge, an denen die klugen Tiere in der Regel großen Spaß haben, sehr gut.

Ägyptische Katzen können zudem ausgezeichnet klettern und springen. Ein großer Kratzbaum sollte daher zur Grundausstattung gehören. Sofern ausreichend Platz vorhanden ist, ist eine Haltung als Wohnungskatze prinzipiell möglich. Allerdings fühlt sich die Ägyptische Mau mit Freigang für gewöhnlich wohler, da sie so genug Gelegenheit hat, um sich nach Herzenslust auszutoben.

Die Pflege des Fells erweist sich, wie bei Kurzhaarkatzen üblich, als unkompliziert. Sie stellt jedoch eine gute Möglichkeit, um die Bindung zwischen Mensch und Tier zu stärken, dar und wird von der Ägyptischen Mau mit großer Freude angenommen.

Wer aufgrund seiner Arbeit oder anderer Verpflichtungen nicht genug Zeit hat, sich um seine Ägyptische Katze zu kümmern, sollt die Anschaffung einer Zweitkatze in Erwägung ziehen. Diese kann die fehlende Aufmerksamkeit zumindest bis zu einem gewissen Grad ausgleichen. Ein vollständiger Ersatz für den Kontakt zu Menschen ist eine zweite Katze jedoch nicht.

Krankheiten bei Ägyptischen Katzen

Die Ägyptische Mau gilt im Allgemeinen als gesund und äußert robust. Sie ist bislang sowohl von den meisten typischen Katzenkrankheiten als auch von genetisch bedingten Erkrankungen weitgehend verschont geblieben.

Nichtsdestotrotz sollten gängige Impfungen gegen Krankheiten, wie zum Beispiel Katzenschnupfen, natürlich auch bei dieser Rasse durchgeführt werden, um unnötige gesundheitliche Probleme zu vermeiden.

Ägyptische Katzen sind die Schnellsten

Die Ägyptische Mau ist nicht nur ein ausgesprochen geschickter Kletterer, der gut springen kann. Sie kann darüber hinaus auch sehr schnell rennen. Auf kurzen Distanzen erreicht sie bis zu 50 Stundenkilometer. Mit Geparden kann die Ägyptische Mau damit zwar nicht mithalten, belegt unter den Hauskatzen hinsichtlich der Geschwindigkeit aber den ersten Platz.