Stress beim Hund: Ursachen, Folgen und Gegenmaßnahmen
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Stress beim Hund: Ursachen, Folgen und Gegenmaßnahmen

Stress ist bei Hunden ein weit verbreitetes Problem, das von vielen Haltern erst sehr spät oder überhaupt nicht wahrgenommen wird und das für betroffene Tiere ernste gesundheitliche Probleme nach sich ziehen kann.

Im Folgenden erfährst du alles Wichtige zu möglichen Auslösern und Symptomen von Stress beim Hund. Außerdem lernst du, wie du deinen gestressten Vierbeiner unterstützen kannst.

Das Wichtigste auf einen Blick:
  • Stress kann bei Hunden ganz unterschiedliche Ursachen haben und zum Beispiel durch Veränderungen im Alltag oder Überlastung ausgelöst werden.
  • Leidet ein Hund unter übermäßigem Stress, macht sich das oft in Form von körperlichen und seelischen Beschwerden bemerkbar.
  • Ein gestresster Hund benötigt von seinem Halter besonders viel Zuwendung.
  • In einigen Fällen kann bei Stress Unterstützung durch einen Tierarzt oder einen Hundetrainer erforderlich sein.

Stress kann beim Hund zahlreiche Auslöser haben

Es gibt zahlreiche Gründe, die als Ursache für Stress bei Hunden infrage kommen. Zum Teil ähneln diese durchaus den Faktoren, die auch bei uns zu Stress führen. Allerdings solltest du dir im Klaren sein, dass sich das Stressempfinden deines Hundes dennoch deutlich von deinem eigenen unterscheidet und er zur Bewältigung des Stresses zwingend auf deine Hilfe angewiesen ist.

Stress beim Hund aufgrund von Veränderungen

Sehr oft sind es Veränderungen im Alltag, die bei Hunden zu großem Stress führen und den Vierbeiner stark belasten. Eine solche Veränderung kann zum Beispiel der Umzug in ein neues Zuhause oder der Verlust eines tierischen oder menschlichen Mitbewohners sein.

Darüber hinaus können auch die Anschaffung eines Zweithundes oder die Geburt eines Babys den Alltag deines Hundes durcheinanderbringen. Diese Art von Veränderungen führen bei Hunden oft zu großer Unsicherheit und sind für sie mit großem Stress verbunden.

Stress bei Hunden aufgrund außergewöhnlicher Ereignisse

Es müssen jedoch nicht zwangsläufig dauerhafte Veränderungen sein, die bei Hunden Stress auslösen. Oft sind es auch schlicht und einfach außergewöhnliche Ereignisse, die sich nicht vermeiden lassen, die den Vierbeiner stressen.

Ein solches Ereignis kann zum Beispiel ein Routinebesuch beim Tierarzt, eine gemeinsame Urlaubsreise oder auch die Teilnahme an einer Hundeausstellung sein.

Stress beim Hund aufgrund von Überlastung

Neben kurzzeitigen und nachhaltigen Veränderungen im Alltag ist Stress bei Hunden häufig auch eine Folge von Überlastung. Mutest du deinem Vierbeiner zum Beispiel ein umfangreiches Sportprogramm zu oder setzt ihn beim Erlernen neuer Tricks zu stark unter Druck, fühlt er sich irgendwann überfordert und frustriert. Das führt bei deinem Hund dann schließlich zu Stress, der sich auf vielfältige Weise bemerkbar machen kann.

Stress beim Hund erkennen

Übermäßiger Stress kann für die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Hundes auf Dauer ernste Folgen haben. Er kann unter anderem zu Appetitlosigkeit führen und das Immunsystem des Vierbeiners schwächen. Darüber hinaus kann Stress beim Hund Verhaltensstörungen verursachen und sogar den Alterungsprozess beschleunigen.

Leidet dein Hund unter Stress, kann sich das unter anderem anhand der folgenden Symptome äußern: [gap]
  • Aggressives oder auch ängstliches Verhalten
  • Schreckhaftigkeit und Nervosität
  • Unsicherheit im Umgang mit Menschen und Artgenossen
  • Exzessives Kratzen und Lecken bis hin zu offenen Stellen
  • Verdauungsprobleme wie Durchfall
  • Auffallend häufiges Wasserlassen
  • Probleme mit der Konzentration
  • Abgeschlagenheit und erhöhter Schlafbedarf
  • Gewichtsverlust
  • Vermehrtes Bellen und Jaulen

Die genannten Symptome können nicht nur ein Hinweis auf Stress beim Hund sein, sondern auch aufgrund einer ernsten Krankheit auftreten. Solltest du bei deinem Vierbeiner entsprechende Auffälligkeiten bemerken, ist ein Besuch beim Tierarzt daher Pflicht. Dieser kann deinen Hund untersuchen und eine Erkrankung als Ursache der Symptome ausschließen, beziehungsweise notwendige Behandlungsmaßnahmen ergreifen.

Stress beim Hund entgegenwirken

Natürlich lässt sich Stress bei Hunden nicht immer vermeiden. Schließlich wirst du weder deine Familienplanung noch einen möglicherweise beruflich bedingten Umzug aufgrund der Befindlichkeiten deines Vierbeiners aufgeben wollen.

Nichtsdestotrotz gibt es einige Dinge, die du tun kannst, um dem Stress bei deinem Hund entgegenzuwirken und ihm dabei zu helfen, ihn besser zu verkraften. Wichtig ist in diesem Zusammenhang vor allem, dass du deinem Vierbeiner viel Aufmerksamkeit schenkst.

Das gilt ganz besonders dann, wenn er durch tiefgreifende Veränderungen wie die Geburt deines Kindes verunsichert ist, hilft ihm aber auch in anderen Situationen, wie zum Beispiel während einer Urlaubsreise, bei der Stressbewältigung.

Allerdings solltest du deinen Hund zu keiner Zeit bedrängen und ihm bei Stress stets die Möglichkeit geben, sich an einen ruhigen Platz zurückziehen zu können.

Stress beim Hund kann ein Fall für den Profi sein

Es kann durchaus sein, dass es nicht reicht, dem Stress bei deinem Hund durch Zuwendung entgegenzuwirken. Stark verunsicherte und verhaltensauffällige Tiere können unter Umständen auch ein Fall für den Tierarzt oder einen Hundetrainer sein.

Solltest du merken, dass du und dein Vierbeiner professionelle Hilfe braucht, zögere daher nicht, euch diese zu suchen.

Stress beim Hund – unser Fazit

Wie du siehst, ist Stress bei Hunden eine ernste Angelegenheit, die du nicht auf die leichte Schulter nehmen solltest. Die möglichen Auslöser sind ebenso zahlreich wie die Folgen, die dauerhafter Stress für deinen Hund haben kann.

Achte daher stets darauf, deinem Vierbeiner Sicherheit zu geben und ihm in unvermeidlichen Stresssituationen genug Aufmerksamkeit zu schenken, sodass er weiß, dass er sich jederzeit auf dich verlassen kann.

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