© seadog / Pixabay

Reisen mit dem Hund

Sie möchten mit Ihrem Haustier in den Urlaub fahren? Damit Sie die Zeit genießen können, sind einige Vorkehrungen ratsam. Hat Ihr Tier den nötigen Impfschutz? Ist eine Entwurmung ratsam? Tipps zur Reisemedizin.

  Rechtzeitige Floh- und Zeckenvorsorge

Floh- und Zeckenhalsbänder schützen nicht nur vor dem Befall der lästigen Parasiten, sondern auch vor gefährlichen Krankheiten wie Babesiose oder Hepatozoonosis (Hepatitis). Denn beide Erkrankungen werden durch Zecken übertragen. Als prophylaktische Maßnahme können Sie bereits vor Ihrem Urlaub das Tier mit einem medizinischen „Haarspray“ behandeln, dessen Wirkstoff in die Haut eindringt und über vier bis sechs Wochen gegen Zecken- und Flohbefall wirksam ist.

  Vorgeschriebene Impfungen

Neben einem EU-Heimtierpass und einem Mikrochip benötigen Hunde innerhalb der EU eine gültige Tollwutschutzimpfung. Die Impfung ist mindestens alle drei Jahre notwendig und wird vom Tierarzt in den EU-Heimtierausweis eingetragen. Bei einer Erstimpfung liegt ein gültiger Tollwutschutz vor, wenn die Impfung mindestens 21 Tage zurückliegt. Malta, Irland, Schweden und das Vereinigte Königreich hatten bis zum 31.12.2011 verschärfte Anforderungen an den Impfschutz gegen Tollwut. Zum Beispiel wurde hier eine Blutuntersuchung auf Antikörper verlangt. In einigen Länder müssen Sie auch eine amtstierärztliche Bescheinigung vorweisen. Erkundigen Sie sich auf jeden Fall vor Ihrer Reise bei Ihrem Tierarzt, welche Einreisebestimmungen speziell für Ihr Urlaubsland bestehen und welche weiteren Impfungen sinnvoll sind.

  Empfehlenswerte Impfungen

Gegen die Blutparasiten-Krankheit Babesiose gibt es eine Impfung, die zwei bis drei Wochen vor Beginn des Urlaubs verabreicht wird und einen tödlichen Verlauf verhindert. Eine weitere Babesiose-Impfung schützt den Hund für den Zeitraum von vier Wochen vor einer Infektion.

  Wurmmittel

In manchen Mittelmeerländern kann sich der Hund Würmer einfangen. Der Herzwurm wird zum Beispiel durch blutsaugende Mücken oder Insekten übertragen. Drei bis vier Monate nach der Infektion zeigen sich Symptome wie Atemnot und ein gestörtes Allgemeinbefinden. Um sich vor diesem Wurm zu schützen, ist eine vorbeugende Therapie mit Wurmmitteln zu empfehlen. Dabei wird die Wurmkur 30 Tage vor, während und 30 Tage nach der Reise angewendet.

  Mücken- und Fliegenschutz

Die häufigste, aus südlichen Urlaubsländern eingeschleppte Infektionskrankheit ist die Leishmaniose. Sie wird von einer bestimmten Mückenarten, der sogenannten Sandfliege, durch Stiche übertragen und kann auch dem Menschen gefährlich werden. Eine Heilung der Krankheit ist meist sehr schwierig, daher sind wirksame Präparate gegen Sandfliegen um so wichtiger. Bestimmte Halsbänder schützen zum Beispiel sowohl vor Zecken als auch vor Sandfliegen und der Gemeinen Stechmücke. Vor einer Reise in den Süden unbedingt ein gegen Sandfliegen wirksames Insektizid vom Tierarzt empfehlen lassen.