Sonnenbrand bei Hunden
@Javier Brosch / Shutterstock

Sonnenbrand bei Hunden

Sonnenbrand bei Hunden mag zwar im ersten Moment äußerst unwahrscheinlich klingen, kommt in der Realität jedoch ausgesprochen häufig vor. Als Halter solltest du dir des Risikos, das die Sonne für deinen Vierbeiner im Sommer darstellt, daher bewusst sein und geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen.

Im Folgenden erfährst du alles Wichtige zum Thema Sonnenbrand bei Hunden. Wir erklären dir, wie du ihn erkennst, welche Rassen besonders anfällig sind und wie du deinen Vierbeiner am besten vor der Sonneneinstrahlung schützen kannst.

Das Wichtigste auf einen Blick:
  • Genau wie Menschen können auch Hunde im Sommer einen Sonnenbrand erleiden.
  • Haarlose Stellen wie der Nasenspiegel und die Lefzen sind bei fast allen Rassen empfindlich.
  • Hunde mit hellem oder dünnem Fell können auch am restlichen Körper Sonnenbrand bekommen.
  • Längere Aufenthalte in der prallen Sonne sollten mit Hunden im Sommer möglichst vermieden werden.
  • Bei Bedarf kann die Haut der Vierbeiner zusätzlich mit einer geeigneten Sonnencreme geschützt werden.

Wo Sonnenbrand bei Hunden möglich ist

Natürlich haben die meisten Hunderassen ein Fell, das sie theoretisch vor der Sonne schützt. Doch zumindest haarlose Stellen, wie zum Beispiel der Nasenspiegel, die Lefzen oder das Innere der Ohren, sind der Sonneneinstrahlung bei praktisch allen Hunden schutzlos ausgeliefert.

Gerade Tiere mit einer hellen Haut sind dort besonders empfindlich und erleiden in diesen Bereichen recht schnell einen Sonnenbrand.

Darüber hinaus besteht bei Rassen mit einem hellen oder besonders dünnen Fell wie Dalmatinern oder Bullterriern am kompletten Körper das Risiko für einen Sonnenbrand.

Medikamente können die Lichtempfindlichkeit erhöhen

Es gibt einige Medikament, die Lichtempfindlichkeit und damit die Wahrscheinlichkeit eines Sonnenbrandes bei Hunden erhöhen können. Dazu zählen zum Beispiel verschiedene Antibiotika und Mittel gegen Diabetes.

Sollte dein Hund im Sommer Medikamente einnehmen müssen, solltest du dich daher informieren, ob diese entsprechende Auswirkungen haben können und dem Thema Sonnenschutz bei Bedarf besondere Aufmerksamkeit schenken.

Sonnenbrand bei Hunden erkennen

Optisch unterscheidet sich Sonnenbrand bei Hunden im Grunde nicht von Sonnenbrand bei uns Menschen. Die betroffene Haut ist rot, wirkt entzündet und bildet nach einigen Tagen Schuppen. Brandbläschen treten in der Regel nicht auf.

Da der Sonnenbrand natürlich schmerzhaft sein kann und Juckreiz verursacht, wirst du bei deinem Hund vermutlich vermehrtes Kratzen sowie eine erhöhte Berührungsempfindlichkeit bemerken. Bei einem besonders starken Sonnenbrand wird er dich möglicherweise auch auf andere Weise, wie zum Beispiel durch Jaulen, auf seine Schmerzen aufmerksam machen.

Sonnenbrand bei Hunden vermeiden

Um deinen Hund vor Sonnenbrand zu schützen, solltest du längere Aufenthalte in der Sonne vermeiden. Suche euch stattdessen eine möglichst schattige Route zum Gassigehen, wie zum Beispiel einen Wald.

Ist das nicht machbar, achte bei längeren Aufenthalten im Freien zumindest darauf, dass dein Vierbeiner die Möglichkeit hat, sich in den Schatten zurückzuziehen. Bei einem gemeinsamen Strandbesuch eignet sich zu diesem Zweck beispielsweise ein mitgebrachter Sonnenschirm sehr gut.

Zusätzlich empfehlen wir dir ohnehin, ausgedehnte Spaziergänge im Sommer auf die Morgen- oder Abendstunden zu legen. Denn auf diese Weise schützt du deinen Hund nicht nur vor Sonnenbrand, sondern auch vor übermäßiger Hitze.

Sonnencreme für Hunde

Für den Fall, dass die genannten Maßnahmen gegen Sonnenbrand nicht ausreichen, kannst du deinen Hund zusätzlich mit einer geeigneten Sonnencreme schützen. Diese kannst du vor dem Gassigehen einfach auf haarlose Körperpartien auftragen. Bei besonders empfindlichen Rassen ist es sinnvoll, den kompletten Körper auf diese Weise zu schützen.

Achte beim Kauf von Creme oder Spray aber in jedem Fall darauf, dass sich das Produkt für Hunde eignet. Nutze daher entweder spezielle Sonnencreme für Hunde oder ein Sonnenschutzmittel für Menschen, das frei von Inhaltsstoffen wie Silikon und Parfüm ist.

Weitere Hilfsmittel, um Sonnenbrand bei Hunden vorzubeugen

Auch die Augenpartie deines Vierbeiners ist empfindlich und kann durch übermäßige Sonneneinstrahlung Schaden nehmen. Die Verwendung von Sonnencreme ist hier jedoch natürlich nicht möglich.

Stattdessen kannst du deinem Hund bei Bedarf eine spezielle Sonnenbrille aufsetzen. Ein solcher Sonnenschutz wird allerdings längst nicht von allen Tieren gut angenommen, sodass dir nichts anderes übrig bleibt, als es einfach auszuprobieren.

Eine weitere Möglichkeit, um Hunde vor Sonnenbrand zu schützen, ist das Überziehen von Kleidung mit einem speziellen UV-Schutz. Da sich darunter schnell Wärme stauen kann, ist diese Methode als Sonnenschutz jedoch nur bedingt zu empfehlen.

Sonnenbrand bei Hunden behandeln

Natürlich kann es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen vorkommen, dass sich Sonnenbrand beim Hund nicht vermeiden lässt. Ist das der Fall, kannst du betroffene Hautpartien mit kaltem Wasser oder einer geeigneten Lotion kühlen. Achte außerdem darauf, dass sich dein Vierbeiner aufgrund des Juckreizes nicht wund kratzt.

Bemerkst du zusätzlich Symptome wie Kreislaufprobleme oder Erbrechen, ist das ein Anzeichen für einen Sonnenstich. In diesem Fall solltest du mit deinem Hund umgehend einen Tierarzt aufsuchen.

Sonnenbrand bei Hunden – unser Fazit

Wie du siehst, ist Sonnenbrand bei Hunden durchaus möglich und für deinen Vierbeiner äußerst unangenehm. Hinzu kommt, dass häufiger Sonnenbrand auch bei Hunden zu Krankheiten wie Hautkrebs führen kann.

Es ist daher unerlässlich, dass du im Sommer geeignete Vorbeugungsmaßnahmen ergreifst und die Haut deines Vierbeiners bestmöglich vor übermäßiger Sonneneinstrahlung schützt.

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