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Staupe bei Hunden

Staupe bei Hunden ist eine gefährliche Viruserkrankung, die zwischen Hunden hochansteckend ist. Das Virus wird über Speichel, Tränenflüssigkeit, Urin und Kot ausgeschieden.

Der Staupe-Virus bei Hunden wird über den Atem- und Verdauungstrakt von anderen Tiere aufgenommen. Die ersten Symptome sind unspezifisch: Appetitmangel, Fieber, Schwäche. Staupe kann in vier Formen auftreten. Bei der Staupe der Atemwege entstehen eitrige Katarrhe, Mandel- oder Lungenentzündungen. Ist der Verdauungstrakt befallen, kommt es zu schweren Durchfällen und Erbrechen. Die Staupe des Nervensystems löst epileptische Anfälle, Lähmungen oder auch Erblinden oder Taubheit aus. Typisch für die Staupe der Haut und Zähne sind Hautausschläge, eine Verhornung der Ballen und Zahnschmelzdefekte. Häufig werden jedoch Mischformen aus diesen vier Typen beobachtet, der ganze Organismus des Hundes ist dann in Mitleidenschaft gezogen. Deshalb: Den jungen Hund unbedingt gegen Staupe impfen lassen! Regelmäßig aufgefrischt bietet die Schutzimpfung einen guten Schutz.

Symptome

  •   Fieber
  •   Nasenausfluss
  •   Husten
  •   Durchfall
  •   Nervenschäden, “Ticks” (z. B. Schmatzen, Kopfzucken)

Therapie

Die Behandlung von Viruserkrankungen ist schwierig. Der Tierarzt kann lediglich die jeweiligen Symptome durch entsprechende Therapien lindern. Oft ist ein Aufenthalt in der Tierklinik erforderlich, denn ein an Staupe erkrankter Hund braucht intensive Betreuung.

Veteri-Tipp

  Wer sein Tier zu Hause betreuen möchte, kann unterstützende Maßnahmen ergreifen: Kalte Umschläge um die Beine und an den Ohren helfen gegen das Fieber, den Sekretausfluss an Mund und Nase mehrmals täglich mit feuchter Watte reinigen und den Hund sauber halten – denn viele Tiere können ihre Ausscheidungen nicht mehr kontrollieren. Andere Tiere fernhalten.
  Staupe ist auf den Menschen übrigens nicht übertragbar.