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Epilepsie beim Hund

Die Epilepsie beim Hund ist eine – häufig angeborene – Erkrankung des Nervensystems. In manchen Fällen kündigt sich ein Anfall durch Unruhe, nach “Fliegenschnappen” und Gespanntheit an.

Oft tritt der Krampfanfall aber wie aus heiterem Himmel ein. Der ganze Körper des Hundes verkrampft sich, Speichel wird zu Schaum gekaut, es kommt zum Absetzen von Kot und Urin. Dieser Zustand kann wenige Minuten, aber auch länger andauern. Danach ist das Tier orientierungslos. Nicht immer müssen alle Symptome auftreten. Anfangs können die Muskelkrämpfe nur alle drei bis sechs Monate vorkommen und dann häufiger werden.

Symptome

  •   plötzliche Krampfanfälle
  •   Hund fällt hin, jault unter Umständen
  •   rhythmische Krämpfe, Hund rudert mit den Gliedmaßen
  •   Schaumaustritt am Mund
  •   Absetzen von Kot und Urin

Therapie

Bei einem akuten epileptischen Anfall spritzt der Tierarzt Valium. Dies unterbricht das Krampfen und kann unter Umständen lebensrettend sein. In vielen Fällen ist die lebenslange Gabe von speziellen Medikamenten, Antiepileptika, angezeigt. Jedes Tier muss auf seine individuelle Dosis eingestellt werden. Diese Mittel dürfen nicht abrupt abgesetzt werden, sie müssen “ausgeschlichen” werden. Für zu Hause eigenen sich Valium-Zäpfchen als Notfallmedikament. Kann eine Grunderkrankung festgestellt werden, etwa ein Hirntumor oder eine Stoffwechselstörung, wird diese entsprechend behandelt.

Veteri-Tipp

  Vorsicht: Ein Hund, der einen akuten epileptischen Anfall hat, kann große Kräfte entwickeln. Er ist orientierungslos, erkennt seinen Besitzer nicht, ist nicht ansprechbar. Deshalb sollte man sich dem Hund nur vorsichtig nähern, ihm behutsam eine Decke unterlegen und beruhigend mit ihm sprechen.