© Andres Rodriguez / Fotolia

Analbeutel beim Hund

Analbeutel sind für die Kommunikation mit Artgenossen wichtig.
Die zwei Analbeutel beim Hund befinden sich beiderseits des Anus.

Bei jedem Kotabsatz wird aus ihnen ein für Menschen übelriechendes Sekret abgegeben.
Bei Hunden entzünden sich diese Bindegewebsbeutel relativ häufig. Im Anfangsstadium äußert sich dies durch starken Juckreiz. Die Hunde beißen sich ins Hinterteil oder „fahren Schlitten“, rutschen also mit dem Hintern über den Boden. In vielen Fällen entleeren sich die Analbeutel dadurch spontan. Tritt das angestaute Sekret nicht aus, kommt es zu schmerzhaften Schwellungen, die aufbrechen können.

Symptome

  •   „Schlittenfahren“: Hund rutscht mit dem Hinterteil über den Boden
  •   Juckreiz und Schwellung im Afterbereich
  •   übler Geruch

Therapie

Ist die natürliche Entleerung der Analbeutel gestört, sollten diese manuell ausgedrückt werden. Keinesfalls vorbeugend eingreifen, sonst wird die Sekretproduktion zu stark angeregt und eine Verstopfung der Analbeutel provoziert. Bei Entzündungen führt der Tierarzt Spülungen durch und verordnet Antibiotika. Treten immer wieder Entzündungen auf, können die Analbeutel operativ entfernt werden.

Veteri-Tipp

  Die beste Vorbeugung gegen Analbeutelentzündungen ist eine gesunde Darmfunktion. Denn Verstopfung oder Durchfall können die Sekretproduktion beeinflussen. Trockenhefe ist ein natürliches Mittel, um Durchfällen vorzubeugen, gegen zu wenig Kotabsatz hilft ins Futter gemischter Wegerich-Samen-Tee.