Worauf bei der Wahl der Hundeschule achten?
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Worauf bei der Wahl der Hundeschule achten?

Die Teilnahme am Hundetraining in einer Hundeschule ist sehr wichtig. Denn sie hilft dir bei der Erziehung und gewährleistet so einen problemfreien Alltag mit einem wohlerzogenen Hund ohne Verhaltensauffälligkeiten. Gerade für Anfänger in Sachen Hundehaltung ist der Besuch einer Hundeschule unerlässlich, um den richtigen Umgang mit dem vierbeinigen Begleiter zu erlernen.

Doch worauf muss man bei der Wahl der Hundeschule eigentlich achten? Was zeichnet einen guten Hundetrainer aus und wie groß sollten die Gruppen beim Training im Idealfall sein?

All das sind Fragen, die du dir im Vorfeld stellen solltest. In diesem Artikel helfen wir dir dabei, Antworten zu finden, sodass dich bei der Wahl der Hundeschule keine bösen Überraschungen erwarten.

Das Wichtigste auf einen Blick:
  • Ein guter Hundetrainer verfügt über eine fundierte Ausbildung mit einem staatlich anerkannten Abschluss und bildet sich regelmäßig weiter.
  • Vertraue bei der Wahl der Hundeschule auf dein Gefühl und lasse dir alles zeigen und deine Fragen beantworten.
  • Ein kostenloses Probetraining sowie moderne und gewaltfreie Trainingsmethoden sind eine Selbstverständlichkeit.
  • Achte bei der Wahl der Hundeschule auf kleine Gruppengrößen und die Möglichkeit zur Teilnahme an Einzeltrainings.

Große Auswahl und fehlende Regulierung erschweren die Wahl

Es gibt immer mehr Hundeschulen in Deutschland. Während die Anzahl vor einigen Jahren noch bei unter 1.000 Anbietern lag, finden sich in Branchenverzeichnissen mittlerweile deutlich über 2.000 Adressen von Hundeschulen im ganzen Bundesgebiet.

Als Halter hast du somit eine große Auswahl. Das ist zwar grundsätzlich erstmal positiv. Allerdings ist Hundetrainer keine geschützte Berufsbezeichnung. Du hast somit keinerlei Garantie hinsichtlich der Qualifikation des Coaches.

Ein Hundetrainer kann daher sowohl kompetent und erfahren als auch eher ungeeignet für seinen Beruf sein. Dieser Umstand erschwert die Wahl der richtigen Hundeschule mitunter deutlich.

Die Qualifikation des Hundetrainers in die Wahl mit einbeziehen

Wenn du auf der Suche nach einer guten Hundeschule bist, solltest du dich insbesondere kritisch mit der Qualifikation des Hundetrainers auseinandersetzen. Schließlich macht der Besuch einiger Wochenendseminare aus einem Anfänger noch lange keinen guten Coach, der dazu in der Lage ist, dich bei der Ausbildung deines Vierbeiners zu unterstützen.

Achte daher unbedingt darauf, dass der Hundetrainer deiner Wahl eine fundierte Ausbildung im Bereich Hundeerziehung vorweisen kann. Idealerweise sollte er im Rahmen seiner Ausbildung eine staatlich anerkannte Prüfung abgelegt haben, wie sie zum Beispiel von einigen IHKs angeboten wird.

Darüber hinaus solltest du darauf achten, dass die Hundeschule, beziehungsweise der Hundetrainer Mitglied in einem branchenspezifischen Berufsverband ist, der seine Mitglieder zur regelmäßigen Teilnahme an Weiterbildungen verpflichtet.

Macht die Hundeschule einen guten ersten Eindruck?

Neben einer fundierten Ausbildung des Hundetrainers muss natürlich auch die Hundeschule an sich einen guten und professionellen Eindruck machen. Grundsätzlich sollte man dir dort die Möglichkeit geben, dir alles in Ruhe anzusehen und dir deine Fragen ausführlich beantworten.

Wenn dich die Hundeschule hier schon nicht überzeugen kann, spricht das in der Regel dafür, dass du dich lieber an einen anderen Anbieter wenden solltest.

Bietet die Hundeschule ein Probetraining an?

Ist dein erster Eindruck positiv, solltest du die Gelegenheit nutzen, für dich und deinen Vierbeiner einen Termin für ein Probetraining zu vereinbaren. Das gibt dir die Möglichkeit, dir ein Bild von den Trainingsmethoden des Coaches zu machen und zu schauen, ob ihr euch dort gut aufgehoben fühlt.

In einer guten Hundeschule ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Interessenten ein kostenloses und unverbindliches Schnuppertraining angeboten bekommen. Ist das nicht der Fall, ist das in der Regel kein gutes Zeichen und spricht nicht für den Anbieter.

Welche Philosophie verfolgt die Hundeschule?

Die Ausbildung eines jungen Hundes funktioniert nur dann, wenn der Coach dabei die richtigen Methoden anwendet. Grundsätzlich sollte im Training auf jegliche Form der Gewalt verzichtet werden. Ebenso sollten keine Hilfsmittel wie Stachelhalsbänder oder Stromreizgeräte zum Einsatz kommen.

Achte auch stets darauf, dass neue wissenschaftliche Erkenntnisse im Bereich Hundeverhalten und Hundepsychologie verwendet werden. Ein Beispiel: Die Dominanz-Theorie, die immer wieder bei Hundehaltern anklang findet, ist bereits mehrfach widerlegt worden und sollte nicht angewendet werden.

Schließlich soll sich dein Vierbeiner in den Übungseinheiten wohlfühlen und Freude an seinem Training haben. Achte daher unbedingt darauf, dass die Hundeschule deiner Wahl eine moderne und vor allem gewaltfreie Philosophie verfolgt.

Kleine Gruppen für optimale Lernerfolge

Je mehr Hunde an einem Kurs teilnehmen, desto weniger kann der Hundetrainer auf jeden einzelnen Vierbeiner eingehen. Die Gruppengröße sollte daher stets überschaubar bleiben und bei ungefähr sechs Hunden liegen.

Auf diese Weise kannst du dir sicher sein, dass dein Vierbeiner im Training nicht zu kurz kommt und der Coach euch beide vernünftig betreuen kann. Um optimale Lernerfolge zu gewährleisten, bietet eine gute Hundeschule zudem bei Bedarf Einzelstunden oder auch Hausbesuche an, in deren Rahmen individuelle Problemstellungen angegangen werden können.

Davon abgesehen ist es je nach Lernziel des Kurses sinnvoll, dass sich das Training nicht ausschließlich auf den Hundeplatz beschränkt, sondern einzelne Übungseinheiten auch im öffentlichen Raum abgehalten werden.

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