Dürfen Hunde Nüsse essen?

Nüssen enthalten neben hochwertige Fetten und Eiweiße, wertvolle Mineralstoffe und viele gesunde Vitamine – keine Frage, für uns Menschen sind Nüsse sehr gesund und auch unsere tierischen Freunde sollten in regelmäßigen Abständen Nüsse bekommen. Doch dabei ist Vorsicht geboten, nicht alle Nüsse sind für deinen Hund gesund und können sogar Vergiftungen verursachen.

Außerdem sollte man Hunden die Übergewichtig sind nur kleine Mengen Nüsse verfüttern. Bei Hunden die unter einer Nierenerkrankung leiden, sollte man ganz auf die Zugabe von Nüssen verzichtet.

Generell gilt: Die Nüsse dürfen nur unbehandelt, ungesalzen und ohne Schale verfüttert oder dem normalen Hundefutter beigemischt werden.

Im folgenden haben wir für dich verschiedene Nusssorten und deren Eigenschaften aufgelistet.

Das Wichtigste auf einen Blick:
  • Diese Nüsse kannst du regelmäßig füttern: Paranüsse, Walnüsse, Haselnüsse, Kokosnuss, Mandeln, Maronen, Pistazien
  • Diese Art sind häufig unverträglich: Erdnuss
  • Diese Nüsse solltest du auf keinen Fall füttern: Bittermandeln, Muskatnuss, Macadamia, unreife Walnüsse, Schwarznuss
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Gut verträgliche Nusssorten:

Paranüsse

Diese Nuss darf auf keinen Fall fehlen wenn du deinem Hund etwas Gutes tun möchtest. Sie besteht zum Großteil aus Fett und Eiweiß. Außerdem enthält Sie viel Vitamin B1 und ist eine der wichtigsten pflanzlichen Quellen für Selen. Besonders bei einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse sind die Selen sehr wichtig.

Durch die hohe Kalorienanzahl sollten Paranüsse sie bei fettleibigen Hunden nur sparsam beigemischt werden.

Walnüsse

Besonders in den Wintermonaten, wenn das große Plätzchenbacken im Gange ist, haben wir oft Walnüsse zu Hause. Sie können, wenn sie vollständig reif sind, ohne Bedenken gefüttert werden. Sie sind besonders gut für das Herz und bietet eine Vielzahl von gesunden Fetten. Die Walnuss gehören mit zu den fettreichsten Nüssen und aus diesem Grund nur selten an übergewichtige Hunde verfüttert werden.

Haselnüsse

Neben einem hohen Fettgehalt (rund 60%) verfügen Haselnüsse über eine große Menge an Kalzium und Kalium. Zudem sind Sie sehr kalorienreich und enthalten Vitamin B1, B2 und E. Sie sind durch diese Inhaltsstoffe bestens für deinen Hund geeignet.

Die meisten Hunde vertragen die Haselnuss sehr gut, auch wenn immer häufiger Meldungen von allergischen Reaktionen auftauchen. Bisher konnte noch nicht geklärt werden ob diese tatsächlich auf die Nuss zurückzuführen ist oder an einem Einsatz von Giftstoffen bei dem Anbau.

Kokosnuss

Im Vergleich zu anderen Nusssorten hat die Kokosnuss einen sehr niedrigen Fettanteil, dafür einen hohen Anteil an Wasser. Sie kann nicht sich nicht nur als eine gesunde Nuss auszeichnen, sondern dient gleichzeitig um einen Befall von Würmern vorzubeugen. Wie bei vielen anderen Nüssen sollte man auch hier vorsichtig sein wenn dein Hund unter einem Übergewicht leidet.

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Mandel

Hier muss man im Vorfeld unterscheiden. Gekaufte Mandeln sind sehr gesund. Sie enthalten Mandelöl, Zucker und Vitamin B und E. Im Vergleich zu anderen Nüssen hat sie eine hohe Menge an Calcium, Magnesium und Kalium.

Wenn man die Mandeln selbst gepflückt hat muss man etwas vorsichtiger sein. Manche Mandelbäume haben Bittermandeln als Früchte. Bei der Verdauung wird die giftige Blausäure abgespalten und kann bei kleineren Hunden zu einer Vergiftung führen. Man sollte die Mandeln niemals roh verfüttern, sondern immer vorher abkochen.

Maronen

Diese Esskastanie ist bei fast allen Hunden sehr beliebt, sogar bei sonst sensiblen Hunden. Im Vergleich zu anderen Nussorten ist sie sehr fettarm und stärken das Nervensystem. Neben Vitamin B enthalten Sie Mineralien und Spurenelemente.

Pistazien

Handelt es sich um frische Pistazien sind sie für deinen Hund völlig bedenkenlos. Allerdings bildet sich nach einer langen Lagerung ein gefährlicher Schimmelpilz. Hier ist Vorsicht geboten und man sollte bei einem Zweifeln lieber darauf verzichten.

Diese Nüsse sind häufig unverträglich

Erdnüsse

Erdnüsse sind für einen gesunden Hund grundsätzlich nicht gefährlich. Doch wie bei uns Menschen, gibt es einige Hunde die unter einer Erdnuss- Allergie leiden. Bei der erstmaligen Fütterung mit Erdnüssen sollte in jedem Fall auf eine mögliche allergische Reaktion geachtet werden. Bei Hunden, die unter einer Herz- oder Nierenschwäche leiden, können Erdnüsse sogar giftig sein.

Diese Nüsse solltest du auf keinen Fall füttern

Bittermandeln

Wie oben bereits beschrieben sollte man seinem Hund keine rohen Bittermandeln verfüttern Insbesondere bei kleinen Hunderassen kann es durch die Blausäure zu einer Vergiftung kommen.

Muskatnuss

Als Gewürz im Essen sehr lecker, allerdings sind bereits kleine Mengen für deinen Hund giftig.

Macadamianüsse

Es gibt nicht viele andere Nusssorten die gefährlicher für deinen Vierbeiner sind. Sie können bereits in kleinen Mengen Schwächesymptome, Erbrechen und Fieber auslösen. Je nach Menge und Eigengewicht des Hundes kann es zu Muskelzuckungen, Gelenk- und Unterleibsschmerzen kommen.

Opiate können die Symptome lindern und bei den meisten Fällen ist nach 24- 48 Stunden alles wieder in Ordnung.

Macadamia
Macadamia sind sehr gefährlich für Hunde! – @Pixabay / Pexels

Unreife Walnüsse

Walnüsse können für deinen Hund sehr giftig sein und schlimme Vergiftungen hervorrufen. Du solltest bei einem Spaziergang darauf achten ob ein Hund gerade mit einer rohen Walnuss spielt. Die Schalen von Walnüssen sind häufig von dem Pilz Pentitrem A befallen.

Die grüne Schale der Walnuss ist reich an Gerbsäuren die zu Magen- Darmbeschwerden führen. Hier bleibt es meist bei Durchfall.

Bei einer akuten Vergiftung kommt es häufig zum Erbrechen, Zittern und Nervenkrämpfen.

Schwarznuss

Die Schwarznuss ist eine Verwandte der Walnuss und ebenso schädlich. Sie kann von einem toxinbildenen Pilz befallen sein. Einer der Wirkstoffe ist Roquefortin C. Durch die stark neurotoxische Wirkung (Nervengift) kann es zum Tod führen.

Eine Vergiftung lässt sich meinst an Erbrechen, Zittern, Krämpfe oder epileptischen Anfällen beobachtet werden.

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